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    Cannabis bei ADHS

    Cannabis bei ADHS

    Immer mehr Erwachsene mit ADHS suchen nach Alternativen zu Methylphenidat oder ergänzenden Therapieoptionen. Medizinisches Cannabis wird seit 2017 in Deutschland verschrieben – die Studienlage zu ADHS ist allerdings noch dünn. Wir geben einen ehrlichen Überblick über Wirkung, Sorten und Anbieter.

    Was sagt die Studienlage?

    Eine viel zitierte Pilotstudie aus London (Cooper et al., 2017) deutet darauf hin, dass Sativex (THC + CBD) bei einigen ADHS-Patient:innen Symptome wie Hyperaktivität und emotionale Labilität reduzieren kann. Die Datenbasis ist klein, kontrollierte Großstudien fehlen bislang. Eine Off-Label-Verordnung als Privatrezept ist möglich, sofern eine ärztliche Indikation vorliegt.

    Welche Sorten und Wirkstoffprofile?

    In der Praxis kommen häufig CBD-dominierte oder ausgewogene Sorten zum Einsatz, da reines THC die Konzentration eher verschlechtern kann. Terpene wie Pinen können fokussierend wirken. Die Sortenauswahl ist ärztliche Entscheidung – siehe auch Ratgeber THC & CBD Wirkstoffe verstehen.

    Welcher Anbieter ist geeignet?

    Bei einer komplexen Indikation wie ADHS ist eine Videosprechstunde meist sinnvoller als ein reiner Fragebogen. Im Vergleich Flowzz vs. Bloomwell überzeugt Bloomwell mit ärztlicher Begleitung. Wer eine breite Apothekenauswahl bevorzugt, findet im Vergleich Grünhorn vs. CannGo Orientierung.

    Empfohlene Anbieter

    Weitere Ratgeber