THC – das psychoaktive Hauptcannabinoid
Tetrahydrocannabinol (THC) wirkt schmerzlindernd, appetitanregend, krampflösend und stimmungsaufhellend. Es bindet vor allem an CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem und ist verantwortlich für den 'Rausch'. Medizinisch wird es unter anderem bei Schmerzen, Spastik, Übelkeit und Appetitverlust eingesetzt.
CBD – nicht-psychoaktiv und ausgleichend
Cannabidiol (CBD) wirkt entzündungshemmend, angstlösend, antikonvulsiv und kann die psychoaktiven Effekte von THC abmildern. Sorten mit höherem CBD-Anteil werden u. a. bei Angststörungen, Epilepsie und entzündlichen Erkrankungen verordnet.
CBG, CBN & weitere Minor Cannabinoids
CBG (Cannabigerol) gilt als 'Mutter-Cannabinoid' und wird im Zusammenhang mit entzündlichen Darmerkrankungen, Hauterkrankungen und neuroprotektiven Effekten erforscht. CBN (Cannabinol) entsteht beim Abbau von THC und kann sedierend wirken – interessant für Schlafstörungen.
Terpene und der Entourage-Effekt
Terpene wie Myrcen (sedierend), Limonen (stimmungsaufhellend), Pinene (klärend) oder Caryophyllen (entzündungshemmend) prägen Geruch und Wirkung einer Sorte maßgeblich. Der Entourage-Effekt beschreibt, wie Cannabinoide und Terpene gemeinsam stärker wirken als isoliert – darum lohnt sich beim Sortenwechsel ein Blick auf das Terpenprofil.