Wann ist Cannabis bei Schmerzen sinnvoll?
Cannabinoide werden vor allem bei neuropathischen Schmerzen, Schmerzen im Rahmen von Multipler Sklerose, Rheuma, Endometriose, Fibromyalgie oder Tumorschmerzen eingesetzt – meist dann, wenn klassische Schmerzmittel nicht ausreichend wirken oder zu starke Nebenwirkungen verursachen. Eine fundierte ärztliche Einschätzung der bisherigen Therapieversuche ist Voraussetzung.
THC, CBD und das richtige Verhältnis
THC wirkt analgetisch und entspannend, CBD entzündungshemmend und ausgleichend. Viele Schmerzpatient:innen profitieren von ausgewogenen Sorten (z. B. 1:1 THC/CBD), tagsüber oft mit niedrigerem THC-Anteil, abends mit höher dosierten Indica-Sorten zur Schlafverbesserung.
Einnahmeform: Blüten, Extrakte oder Dronabinol
Inhalation per Vaporisator wirkt schnell und ist gut steuerbar – ideal bei Schmerzspitzen. Öle und Dronabinol-Tropfen wirken länger und gleichmäßiger und eignen sich für die Basistherapie. Häufig wird beides kombiniert: ein Basisöl plus Blüten als Bedarfsmedikation.
Einstieg: 'Start low, go slow'
Die Dosierung wird langsam gesteigert, bis eine spürbare Linderung bei tolerierbaren Nebenwirkungen erreicht ist. Ein Schmerztagebuch hilft dir und deinen Ärzt:innen, die Wirkung zu beurteilen und die Therapie zu optimieren.
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